2. Dezember









Liebe E-Mail-SchreiberInnen,

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Ich freue mich über jede einzelne. :-)

Ja, mein Umfeld und ich sind gesund. Beruflich sind grosse Projekte auf Eis gelegt, dafür sind andere am Anlaufen. Tanzen und Chor-Singen sind natürlich auch auf Eis gelegt. Dafür habe ich mehr Zeit für Weiterbildung und Kreatives.
Bin guter Dinge - es ist und bleibt spannend.

Und jetzt, ja jetzt ist wieder ein ganz normaler Advent mit Adventsbaum,
Inhalten und Euch. Und das ist schön! :-))




Musik: "Titans" von Vangelis


Musikplayer






Eine liebe Kollegin aus der senseXperience Academy hat mir
dieses Jahr einige Geschichten zur Verfügung gestellt.
Ihr findet beim Runterscrollen ab und zu eine Geschichte. :-)




Der Sprung in der Schüssel


Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei grosse Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wande-rung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zur alten Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus welchem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft." Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?" "Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun giesst du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler. Es sind die Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Wie wär‘s jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr zu sehen?

AutorIn unbekannt